😊

Der Autor (bzw. Autoren) hat sich ein „Dankeschön“ verdient.

Marokkaner (Marogganer) Pappeln am Main:

Frühlingshaftes Stillleben auf der Baustelle

Ich weiß, wer für die mittlere Flasche zuständig ist…

Zum Jahrestag

11 Februar 2015, also heute vor 6 Jahren: erste Begegnung mit dem Objekt Mainstraße 20 in Margetshöchheim, wo wir jetzt endlich unsere Schenke bauen (dürfen).

Die Zeit war wie ein Roman mit verletzten Helden, mit Stolz und Vorurteil, mit dramatischen Ereignissen im Gartendorf am Main… Vielleicht schreibt doch Jemand diesen Roman😊

Andererseits – wer liest noch heute Bücher…?

Eins muss man uns zugeben: wir sind stur und dank Eurer Unterstützung schaffen wir es! Oder?

Besseres, gesundes Neues Jahr 2021!

Ich schulde noch eine Vorstellung – das habe ich vor ein paar Wochen versprochen. Wie ein sehr guter Freund von mir sagen würde: „Pacta sunt servanda“.

Ich habe eine schlechte Nachricht: Der künftige Wirt ist kein gebürtiger Franke und heißt Tadeusz Sienkiewicz. Freunde nennen mich entweder „Tadek“ oder „Thadeus“. Ich habe aber auch eine gute Nachricht: ich beabsichtige, den klassischen fränkischen Gastwirt an Freundlichkeit und Höflichkeit noch zu überbieten.😊

 Alle Sienkiewiczs kommen aus der Ecke zwischen Polen, Litauen und Weißrussland und unterhalten schon seit Jahrhunderten Beziehungen zu Deutschland.😊

Nach dem Abitur im weißrussischen Gymnasium in Polen, studierte ich Journalismus an der Warschauer Uni. Im Herbst 1988 kam ich als junger Student nach Würzburg, um bei der Weinlese beim Bürgerspital zu arbeiten. Die erste Nacht verbrachte ich unter der Löwenbrücke, aber dann nahm mich eine kinderreiche Margetshöchheimer Familie auf. Diese Familie wurde langsam zu unserer Familie, sodass sich meine Kinder wunderten, dass wir gar nicht verwandt sind…

Nach der Wende in Polen eröffneten meine Frau Ewa und ich einige Läden mit Keramik, Geschenkartikeln und Kunstgegenständen in Stettin und Westpommern. So gegen 2005 tauchte aber schon die Idee auf, ein Lokal mit fränkischem Wein und Bier in Stettin zu eröffnen. Alles war auf einem guten Weg, aber meine Frau überredete mich, nach Würzburg zu ziehen, statt irgendwelche Pseudotätigkeiten in Polen zu entfalten.

Ich war eher skeptisch, aber Frauen treffen meistens gute Entscheidungen. Vorsichtshalber studierte ich vor der Auswanderung noch Germanistik. Dank der erwähnten Margetshöchheimer Familie bin ich seit 2009 wieder in Franken. Ich fahre meistens durch die Gegend mit einem durch Fliesenkleber beschmierten T-Shirt und  Arbeitshose mit diskreten Löcher an den Knien; ich habe eine kleine Firma für Fliesenverlegen und Raumausstattung. Als Zivilist mit anständigem Hemd werde ich meistens nicht erkannt.

Seit 2015 sind wir mit dem Projekt „Gasthaus für Margetshöchheim“ beschäftigt. Es ist nicht einfach. Schon deshalb, weil für die echten Margetshöchheimer nur derjenige als genauso echter Margetshöchheimer zählt, dessen Familie im Gartendorf am Main mindestens seit Geltung des deutschen Reinheitsgebots lebt. Da wir aber eine Mission haben ein Wirtshaus für (ganz – und der Welt drumherum…) Margetshöchheim zu bauen und höhere Kräfte hinter uns stehen, werden wir nicht aufgeben.

Und keine Angst: Dafür, dass die Kruste am Schäufele passt, wird ein reinblütiger „frängischer“ Koch sorgen!

Frohes Fest!

Liebe Freunde,

vor dem Heiligen Abend 2020 wünschen wir Euch eine besinnliche und gesunde Weihnachtszeit. Herzlichen Dank für Eure Unterstützung!

Dasselbe wünschen wir auch denjenigen, die noch nicht zu unseren Freunden zählen. Da wir aber Euch haben, müssen wir uns einen neuen, ganz fremden, bestimmt viel schlimmeren Gegner nicht suchen😊

Danke für Eure Kritik und Euren Input!

Ich hoffe, wir treffen uns bald alle in unserer Schenke.

Frohes Fest!

Novembergedankenspiele

In dem Novemberdunkel, wenn im Kopf noch die Pestilenz knirscht, will man in die Zeiten reisen, wo die Welt noch einigermaßen in Ordnung war:

Im Kaukasus…


Zwischen dem Ararat und dem Prometheusberg im Norden erstreckt sich die älteste Weinkulturlandschaft der Erde. Dort findet man immer noch bei uns unbekannte Wege zum Wandern und versteckte kleine Orte mit kulinarischen Köstlichkeiten, um sie einfach nur zu genießen. Da kann endlich der Gaumen das Sonnengebrannte in den Tomaten erkennen und der Koriander sorgt für Herzklopfen im Hintergrund…


Dazu vom Schicksal und Geschichte gezeichnete Menschen mit ihrer ehrlichen, echten und spontanen Gastlichkeit.

Und diese atemberaubende Landschaften – manchmal doch einige Tage lang ohne Gasthaus – nur das eigene Zelt bietet Unterkunft.

Wenn dieses virale Elend mal endlich vorbei sein wird, holen wir Euch – hier im künftigen Wirtshaus – für ein paar Tage den Kaukasus nach „Marokko“.

Dann trifft unser Schäufele auf Chinkali. Zu den beiden passt fränkisches Bier absolut gut.

Bilder: von unserm Web-Admin und immer noch den besten Grillmeister zwischen dem Main und Alasani – Raoul

Weinberge

Endlich erreichen unsere Weinberge der anderen Mainseite ihre Zielabtönung: sie schlagen durch die kahlen Novemberpappeln und schmücken schon fast weihnachtlich die grünen Tannen: Bernstein und Gold – perfekte Bierfarben

😉

Auf der Baustelle wird unser Gasthaus mit jedem Tag grösser.
Es scheint auch zu sein, dass Jemand unsere Arbeit gelobt hat. Auch diese Art der Kommunikation schätzen wir. Danke übrigens für Eure Mails und Telefonate. Eure Unterstützung ist uns absolut wichtig!

der goldene Oktober

In den Weinbergen wehrt sich noch tapfer der goldene Oktober. Im Wald da oben lauert schon der böse November und will am Donnerstag loslegen.Der letzte schöne Tag des Jahres…Auf unserer Baustelle aber keine Gnade: diese Woche wollen die Jungs mit dem Mauern richtig anfangen.Der Wirt hat sich aber heimlich in den dunklen, tiefen Spessart zurückgezogen, um Steinpilze für den Sauerkrauttopf zu holen😁