Langsam wird Garten

Heute, am Tag des heiligen Thaddäus, der als Schutzpatron in schweren und ausweglosen Situationen zur Hilfe stehen sollte, haben wir den ersten Baum für unseren Biergarten eingepflanzt: Castanea sativa, umgangssprachlich als Esskastanie bekannt. Der Rest der Flora kommt im November.

Eine große Ehre: Gerhard und Michi dürfen den ersten Baum einpflanzen. Bin schon jetzt gespannt, wie unsere Kastanie in 100 Jahren aussehen wird…
Soll unser Bäumle einen Namen bekommen?

Salam aleikum!

Tja, dieses Jahr hat uns Fernweh schon vor dem Novemberdunkel erwischt. Alte Kyrgisen würden da kein gutes Zeichen sehen – „Der Winter wird lang, finster und kalt“ – würden die behaupten. Problem ist, dass wir Wärme und Leben vorher auch nicht in unsere Schenke bekommen. Wir sind noch nicht soweit.

Bevor Ihr es lest, beschafft Euch bitte einen altmodischen Atlas mit raschelnden Seiten – die Reise führt durch ganz Zentralasien.

Ziel des letzten heißen Sommers war der See Alaköl in den Himmlischen Bergen (Tien Schan) von Kyrgysstan in Zentralasien. Anders als in den Alpen führt da keine Seilbahn hin – die Fahrtkosten müssen die eigenen Beine übernehmen; und der Rücken – die Verpflegung und den guten Schlaf unter den sternvollen Himmel mitschleppen. Dafür aber dürfen wir die Natur egoistisch ohne andere Menschen genießen. Was soll ich Euch erzählen – das lieben wir und solange wir noch wandern können, werden wir das auch tun!

Nach drei Tagen mit Karakol-Bach bergauf, dann zum Alaköl, durch den Pass auf ca. 3900 m ü.M. und dann wieder runder bis Altyn Araschan hat man das Recht zu sagen: „Mein Gott! Die Welt ist so schrecklich schön!“

Alaköl, ca. 3550 m ü.M., ein Smaragd, in den sich die Himmlischen Berge bewundern können. Das feuerrote Drachen-Sturm Trikot des armen Wanderers fast nicht zu erkennen.

Ok – es gab Probleme. Am Pass war ich zu 99% sicher: „Ich geh nicht weiter – ist mir zu steil! Lieber drücke ich den Knopf „SOS“ auf dem Sattelitengerät und gehe keinen Schritt mehr nach vorne!“

Wenn man den o.g. Knopf in dieser Gegend gedrückt hätte, hätte sich für diese Gegend zuständige Herr Allah gemeldet:“ Mein Junge, du weißt doch, ich habe hier in Tien Schan keine Bergwacht zu Verfügung, also entweder gehst du weiter, oder bereite ich Dir ein Plätzchen bei mir daheim…“

Es gibt Argumente, mit denen sich schlecht diskutieren lässt…

Wanderers letzte Hilfe: die SOS-Taste

Nach guter Stunde bergrunter, mit Prellungen aber immer noch als eine ganze Einheit, habe ich eine Nachricht durch den Satteliten an die Dame meines Herzens geschickt : „In einer Stunde erreichen wir Zivilisation“ – Ich meinte damit: zwei Jurten, ca. 8 Pferde, vielleicht 40 Schafe, 3 Schäfer und 3 Hunde, die ich von oben gesehen habe; und in keinem Falle eine Telefonzelle.

Meine Frau hat mich dann den ganzen Abend per Mails in allen möglichen kyrgischen Gasthäuser gesucht. Gute Menschen gibt’s überall, also bekam sie beruhigende Antworten, dass in den Bergen kein Wlan vorhanden ist aber alles bestimmt gut wird…

In den zwei Jurten gabs Dosenbier und Snacks und dann am Ende des Wandertages – warme Quellen.

Es gab auch einen stillen Held dieser Geschichte – den von unserem Georgienkameraden Heiko aus einer US-amerikanischen Bierdose gebauten Spirituskocher Mod. HB 33; viel zuverlässiger als der ganze Sch… der touristischen Industrie. Ok – Heiko hat mehrere tausende Kilometer zu Fuß hinter sich und weiß, was ein Wanderer braucht; schade nur, dass er kein Bier trinkt 🙁

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Kyrgische Küche ist gewöhnungsbedürftig. Es gibt da freilich gute Schaschliks, Samsy, auch guten Weinbrand; aber bei Kurdak, nach mehrmaligen Versuchen, hat man den Eindruck, dass das älteste Schaf oder die älteste Kuh im Dorf geschlachtet wurde, zu einer gulaschähnlichen Masse zerkleinert und für ihre aller letzte Mission noch einmal in die Berge als Futter geschickt wurde. In den Bergen, wo es nichts gibt, wird doch alles aufgegessen. Fürs das gute Verdauen sorgt dann „Kymys“ – vergorene Stutenmilch mit immerhin 3% Alkoholinhalt.

Kurdak: Fleisch, Kartoffeln und alles was so den Weg zu den Topf findet.

Es gab, wie immer Ausnahmen – in unserem Hauptquartierort Karakol ziemlich mittig zwischen dem See Issyk Köl und den Himmlischen Bergen des Tien-Schans, in der Stadtmitte zwischen den Läden sehr heterogener Struktur versteckte sich ein Café…

Ich war skeptisch. Die wählerische Bedienung wusste nicht, ob dass hopfenarme, malzige Kirgisienbier „Arpa“ im Lokal noch vorrätig ist. Dann aber hat sich rausgestellt, dass der Koch seinen Job versteht: alles, was auf meinem Teller landete, war auf chinesische Art gegrilltes, knuspriges, saftiges Werk aus Gemüse, Rindfleischstreifen und dicker Sojasoße; und dazu noch Liebe zu dem, was man tut.

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In jedem postsowjetischen Ort suchen wir Lokale, die an die alten „Piw-Bars“ – einfache Bierstuben erinnern. Da triffst du Leute, wo man denkt: „Mein Gott – Du warst aber stockbesoffen, als Du diese Gesichter, in Deiner Gnade, geschnitzt hast!

In einem Piw-Bar ist das Bier immer noch günstiger, als in einem Lebensmittelgeschäft. Das bedeutet, dass es sich in einem solchen Lokal die Elite des Proletariats, aber auch des Lumpenproletariats sammelt. Authentischer geht’s nicht!

Das Piw-Bar mit eigener Brauerei in Karakol. Mit dem Slogan: “ Unser Bier ist so kalt, wie der Herz deiner Ex“ lockt das Lokal erfolgreich seine, meist männliche Gäste an; direkter Draht zum Kreml erst nach dem 5. Bier zur Verfügung.

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Zentralasien ist ungeheuerlich riesig. Du hast schon den Eindruck, dass Du Dich in der Weite verirren kannst. Der Plan war, außer Alaköl noch die alte Stadt Buchara auf der antiken Seidenstraße im heutigen Usbekistan zu sehen. Die ist doch in der Gegend – knappe 1600 km. Wir packten das an.

Von Karakol bis zur Hauptstadt Bischkek war nur ein Katzensprung, vielleicht gute 400 km – diesmal an der südlichen Küste des kyrgischen Meeres Issyk Köl. Der alten Tradition gemäß mussten wir mindestens eine Strecke mit dem typischen Transportmittel namens Marschrutka fahren – ein mehr oder weniger regulärer, dafür aber günstiger Linienkleinbus für Einheimische. Marschrutkafahrer sind meistens grobe Ochsen, rauchen eine Zigarette nach der anderen und spucken durch das offene Fenster gegen den Wind.

Taxifahrer sind aber ein ganz anderer Schlag: viel offener, meistens in Hosen ohne Löcher; können lächeln, auch wenn die keine Zähne mehr haben; und vor allem – sie können reden – oft ununterbrochen. La lingua franca in dem ganzen ehemaligen sowjetischen Reich bleibt immer noch Russisch – auch mir wurde die Sprache sehr erfolgreich in der Schule beigebracht. Jeder Chauffeur runzelte aus Mitleid seine Stirn, da die ganze schottische Ausbildung meines Sohnes hier für die Katz war; und fragte mich, ob ihm es leid tun, dass Keiner mit ihm reden kann…

Selbstverständlich, bevor man sich ins Taxi gesetzt hat, muss der Preis vereinbart werden. Die Rituale der Verhandlungen waren oft sehr dramatisch, als ob es zu einer Schlägerei kommen sollte. Man schreit da laut rum, mit viel theatraler Gestik und Mimik aber dann muss man sich doch einigen. Im Auto reden wir schon wie gute Freunde und verbschieden wir uns wie Brüder. Die Bezeichnung „Brat= Bruder“ ist ein Schlüsselwort, das fremde Menschen näher macht.

Höflichkeit verlangt, dass Dein Fahrer sich mit seinem Vornamen vorstellt und Du solltest dann mit demselben revanchieren. Im russischsprachigen Raum bin ich der „Tadik“, was in Kyrgysstan für Schwierigkeiten sorgen kann. „Nein – ich komme nicht aus Tadschikistan“ – musste ich immer schnell ergänzen.

Tadschiken, laut kyrgische Taxifahrer, sollen böse, hinterhältige und brutale (obwohl Brüder im Islam) Menschen sein; und in keinem Falle sollen wir nach Tadschikistan fahren – einmal mussten wir es sogar versprechen.

Turksprachige Völker wie Kyrgisen oder Usbeken verstehen sich mit den mit Persen verwandten Tadchiken nicht. Beide Seiten verwenden keinen Googleübersetzer sondern lieber Kalaschnikows.

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Problem in Asien sind nicht nur die Entfernungen, sondern auch die Grenzen. Ich versuchte dort immer zu erklären, dass es in Europa keine Grenzkontrollen gibt. Es hat mir aber Keiner zum Ende geglaubt: „Wie? Das muss doch alles geprüft werden! Sonst hätten wir nur Chaos und jeder fährt, wo er will!“

Keiner der Taxifahrer wollte uns durch die Grenze bringen: “ Die Grenzbeamter behandeln uns wie Tiere. In gutem Falle dauert es mit der Abfertigung ein Paar Stunden aber wenn wir Pech haben – ein Paar Tage„. Mit einem Taxi sind wir also immer nur bis zur Grenze gefahren und dann in das andere Land halt wie üblich zu Fuß.

Grenzkontrollen der alten DDR waren damals doch ein Zeichen die wahren Eleganz. Hier kamen die Fragen wie aus einer Makarow geschossen: „Was machst du hier? Wo warst du gestern? Wo willst du hin? Du hast kein Visum! Woher kannst du Russisch? Wie ist deine Telefonnummer? Warum ist dein Reisepass Deutsch aber dein Sohn ist Pole?“ Die raffinierteste Frage stellte aber der Grenzbeamter zwischen Kasachstan und Usbekistan: „Wann war es besser: zu sowjetischen Zeiten oder jetzt?“ Dann hat er mir mit seinen Putin-Augen, mit fast nicht erkennbaren Lächeln tief in meine Augen reingeschaut…

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Kyrgische Metropole Bischkek ist ein Dorf aus Beton – den Augen tut es Weh die grauen Blockhäuser zu sehen. Buchara ist eine STADT – mit dem Charme der alten Seidenstraße. Islamisch geprägt, aber als ich prächtige Weinfelder einige Kilometer vor der Stadt registrierte, dachte ich mir auch gleich: „Es sind nicht nur Tafeltrauben… Inschallah!“

Buchara: Respekt für die alten Meister – das sage ich: Tadik-aka, Fliesenleger

Dazu verwinkelte Gässchen wie in den Märchen von 1000 und einer Nacht, trinkbares Bier und Überraschung dieses Sommers: usbekischer Wein, den es schon eigentlich schon seit Jahrhunderten, wenn nicht seit Jahrtausenden da auch gibt. Ein Mensch braucht nicht viel, um glücklich zu sein…:-)

Ein wenig begeisterter Fan von Reis, Fleisch und Wachtelei – auf dem Teller Usbekistans Stolz: Plov

In Buchara waren wir wahrscheinlich im nettesten Hotelchen in Zentral Asien. Besonders der grauhaarige Opa sorgte immer, dass uns gut geht. Als er fragte, als welchem Land wir kommen, hat er gleich gesagt: „Wir sind eigentlich Nachbarn!“.

Und noch was: 90% der usbekischen Stadt Buchara sind Tadschiken. Gute Menschen gibt es überall und das hat wenig mit der Nationalität zu tun.

Es ist gut Nachbarn zu haben

😀 

Wirklich! Vor fast zwei Jahren, als Fa. Teddeco auf die Baustelle kam, dachten wir, dass wir die ganze Raumausstattung plus Fliesen ruck-zuck erledigen. Die Herausforderung habe ich unterschätzt (wie Jeder, der im Projekt beteiligt ist). Gott sei Dank haben wir Nachbarn.

Fa. Hösl, die in der Mainstraße in Margetshöchheim ansässig ist, hilft uns schon seit dem Herbst 2021; obwohl ist es mir bewusst, dass ich den Michael Hösl manchmal nerve…  😕 

Die Hösl-Jungs übernahmen alle Decken im OG. Hier wird Erfahrung und Fingerspitzengefühl gefragt – es handelt es sich um Konstruktionen aus gelochten Akustikplatten, die dann mit Spezialvlies tapeziert werden und zum Schluss mit Akustikputz gespritzt.

Alles, damit nichts stört, wenn Du, lieber Gast, unser kühles Bier genießt!

Von links: Werner, Felix und Michael tragen die 10m langen Bahnen auf die Decke der Schenke

Unser Frank grundiert erstmal die Flächen sehr sorgfältig

Unsere Nachbarn reichen auch Impulse, damit es nicht langweilig wird. Danke.

Im Außenbereich wurden die Eingänge vor der Mainstraße gepflastert. Am Main verlegen pingelig Meister Korbmann mit seinem Kollegen Meister Roos den Kirchheimer Muschelkalk auf unserer Hauptterrasse.

Es wundert mich nur ein bisschen der Betriebswagen vom Meister Roos. Der steht immer am Arbeitsplatz und trotz Staub und Dreck bleibt immer glänzend – obwohl die Luftzirkulation in unserer Gegend dem widersprechen sollte. Eigentümer der Fahrzeuge, die auf der Mainstraße parken, verlangen jedoch von uns immer Waschgeld, bzw. einen sofortigen Wascheinsatz. Komischerweise handelt es sich immer nur um eine Marke. Sie scheint besonders nicht staubresistent zu sein. Vorsichtig (demnächst werdet Ihr schon wissen warum) sage ich, dass es sich um eine bayrische Automarke handelt – wir wollen den gerichtlichen Streit wo „die Reputation des Unternehmens“ im Spiel ist, vermeiden…😉 

Habt Ihr unseren Aprilscherz schon vergessen? Wir haben eine Antwort der Brennerei Z. – Details kommen.

P.S. Vor drei Monaten schrieben wir über unserem neuen Mitarbeiter Jarik, der mit seiner 5-köpfigen-Familie von dem Krieg in der Ukraine fliehen dürfte. Jeden Tag sagte ich ihm, dass die Sprache das wichtigste Werkzeug in seinem neuen Land sein sollte. Ab 5 September geht er für 10 Monate in die Sprachschule und kann uns nur als Minijober an Wochenenden unterstützen. Zum ersten Schultag bekam er vom Michi, der deutschen Tradition gerecht, eine Schultüte die er dann stolz präsentierte….

😀 

Von links: Frank, Jarik (mit der Schultüte), Michi, Felix und im Hintergrund der Main, der schon einiges gesehen hat…

Camino de Kreuzberg

Vor einem Jahr zum Richtfest versprach unser Bauherr Andreas, dass, wenn uns gelingt die Margetshöchheimer Schenke zu bauen, werden wir auf Pilgerreise zum Kreuzberg gehen.

Von uns gesprochene Wort ist teurer als Geld – an einem Juliwochenende war die Zeit reifgeworden um unserem Versprechen nachkommen zu lassen.

Es haben sich mehrere freiwillige Pilger gemeldet: mit dem Fahrrad, motorisiert oder so wie wir: armes Fußvolk (danke Dirk) – Löcher in der Hose, ein Rucksack mit dem ganzen Vermögen drin: ein Zelt, ein Schlafsack, eine Isomatte und das entsprechende Reisegebäck.

Am Freitag früh, nachdem der Michi schon seine Fliesen verfugt hat, haben wir uns als Avantgarde auf den Weg gemacht; mit dem Plan, dass wir lieber nichts planen, aber mit aller Ruhe bis zum Einbruch der Dunkelheit am Sonntag, das Ziel erreichen zu wollen. Auf uns wartete die 90km lange Route. Die anderen Wanderer sollten uns den nächsten Tag folgen. Margetshöchheim weinte, als wir loslegen wollten. Es regnete, nieselte – der Himmel streichelte uns wählerisch.

Die nächste Truppe hatte aber einen Hollywood-Abschied:

Blick von der Schenke Richtung Mainsteg um ca. 4:00 (Bild: Andreas)

Auch die Maingänse waren eher überrascht, dass die uns um diese Zeit nicht auf der Arbeit, sondern beim dekadenten Wandern sehen.

Die ersten Kilometer Mainentlang waren blitzschnell. In Zellingen ein Sprung auf die andere Mainseite in Retzbach und dann ein wenig bergauf nach Stetten. Alles läuft fast langweilig idyllisch: Wein und Wälder, Biergerste und Weizen, von Frucht geschwollene Kirschenbäume an den Feldwegen, die wir von ihrer Last befreien wollten😊

Ok, es ist gerade nicht diese Strecke – es ist schon mehr Richtung Norden, aber das Getreide passt zum Text… (Bild: Andreas)

Schon in Stetten wollte der Magen nach was Gescheiten fragen – offen hatte jedoch nur der Bäcker. Wie jeder gescheite Bäcker in der Gegend hatte aber auch kalten Pilsner aus Thüngen. In jedem nächsten Dorf fragten wir doch nach einer Wirtschaft: „Hier war mal eine…“ – war immer die Antwort. In den Augen den Befragten sahen wir Erinnerungen aus allen diesen Jahren, als sich das Leben der Gemeinschaft in dem Wirtshaus konzertierte: das tägliche Bier, der Sauerbraten, Taufen und Beerdigungen, Streit und Frieden, Schafkopf und Räuberschach: das verlorene Paradies…

…Eine war dann noch in Hundsbach – „Zur Krone“ – ein zauberhafter, romantischer Biergarten im fränkischen Ambiente. Die nette Wirtin konnte zwar von uns seit Stunden gewünschten saftigen, zarten Sauerbraten (ohne Zimt), mit zwei seidenen Klös und dunkler, vielleicht leicht pikant die Zunge anbeißender Biersoße dezent mit Petersilie geschmückt nicht anbieten – der Mohnkuchen war auch wirklich gar nicht so schlecht. Mein Magen verträgt jedoch sehr schlecht Süßigkeiten. Wie aber der uns bekannter Globetrotter Bajda behauptet: Reisen besteht zur Hälfte aus der Suche nach dem Essen und die andere Hälfte ist die Suche nach einer Toilette 😊

Energetisch ausgerüstet wollten wir mithilfe einer Kürzung Pfaffenhausen bei Hammelburg erreichen. Als wir dann vor Hammelburg unsere Tour auf den Weg Nr. 13 steuerten, musste ich laut mitteilen, dass ich abergläubig bin: in einem Wäldchen haben wir dann unseren Pfad verloren und dann in dieser Wildnis hat den Michi ein Insekt ins Gesicht gestochen (Biene? Wespe?)

Innerhalb von wenigen Minuten ist Michis Gesicht doppelt so groß geworden. So schnell wie möglich erreichten wir Pfaffenhausen.

Mit allen dazu gehörten Feierlichkeiten wie Blaulicht und Sirene wurde unser Michi nach Kissingen geliefert, wo er dann noch drei Spritzen zu sich nehmen musste. Laut Arzt sollte er sich erstmal im Krankenhaus ausruhen lassen aber Michi ist zäh – nachdem er wieder seine Augen öffnen konnte, hat sich gewünscht Heim gefahren zu werden. Sodas noch vor Mitternacht dürfte er seinen Mund mit mitgebrachtem Marokkaner Hellen abkühlen.

Was für ein Ungeheuer es war, das unseren Michi angegriffen hat, weiß Keiner – laut Doktor etwas Exotisches … oder war es die verlorene biologische Wunderwaffe der Bundeswehr (Infanterie Hammelburg?), die die Kaserne vor den Fremden schützen wollte. Als Ziel war vielleicht Autor dieser Worte – als ehemaliges Mitglied des Warschauer Paktes. Die Insekten wurden halt seit über 30 Jahren nicht upgedatet und konnten nicht wissen, dass im Moment wir auf derselben hellen Seite der Macht sind…

Hier, mit Genehmigung des Sportplatz – Pfaffenhausen- Beauftragten (unser Michi) dürften wir übernachten. Nach dieser Nacht ist in meinen Augen die fränkische Saale zum zweitwichtigsten Fluss Frankens geworden – fließt wie der Fluss Nurzec in meinem Kindheitheimatland Podlasie. Geht’s noch idyllischer? (Bild: Tadek)

Am nächsten Morgen kam der Michi wie nagelneu; als ob nichts passierte: mit Energie zeigte er wieder seine Geheimtipps bei Hammelburg – schon da genossen wir einige Umwege: die ältesten fränkischen Weinberge, mysteriöse Figuren die mit ihren Blick das Saaletal im Griff haben. Dann war es eigentlich klar, dass wir uns schon nach der Route nicht mehr halten. Es gab aber keine Stimmen dagegen – die Natur hat uns mit unserer Erlaubnis betäubt. Erst in Frankenbrunn konnten wir feststellen, dass wir vielleicht zu weit weg von dem vorgesehenen Trakt entfernt sind. Zur Hilfe haben wir dann den Google Routenplaner gerufen – die kürzeste Strecke mit ca. 40 km zeigte er durch den Neuwirtshauser Forst. Unsere Chancen Kreuzberg noch am Samstag zu erreichen wurden dann rapid geringer aber der Weg hat uns angenommen.

Fränkische Saale mit der Brücke nach Hammelburg. Der Weg in die Hitze (Bild: Michi)

Wie man auf der Karte sieht (vide: vorletzter Artikel), sollte das Google das Wegenetz ausbessern – die Pfade nutzen eher Wildschweine als Wanderer. Als wir endlich den Hauptwaldweg erreicht haben und wollten die Autobahn durchforcieren, stellte sich raus, dass die Autobahnbrücke gerade saniert wird – der Durchgang wurde mit zwei Meter hohen Gitter mit deutscher Genauigkeit um gezäumt und allen möglichen knallroten Buchstaben verboten.

Alternativen:

  1. Zurück
  2. Autobahn trotz dem dichten Verkehr zu überqueren – mit schweren Rucksäcken konnten wir aber nicht schnell genug laufen.
  3. Gesetz brechen und das Baustellengelände betreten.

Ich darf selbstverständlich nicht verraten, was wir taten aber der Herr Gott liebt die Zahl „Drei“.

Hinter der Autobahn zog sich der Wald weiterhin. Durstig, hungrig, hoffnungslos beinahe mussten wir bei der Autobahnraststätte Rhön Ost an der A7 einkehren, wo wir Flüssigkeiten und Kalorien ergänzt haben.

Große Bäume sorgen für große Entspannung (Bild: Miko)

Die eigentliche Rettung, laut Google, war noch ein paar Kilometer weiter: der Grieche in Geroda. Gyros ist kein Sauerbraten – das weiß man. Wir klopften aber tatsächlich drei Minuten von der theoretischen Eröffnung – der Wirt Stefanos begrüßte uns und mitteilte, dass am Wochenende das Lokal geschlossen ist, weil sein Personal, wie jeder zivilisierte Mensch nur unter der Woche arbeiten will. Jetzt also gibs nur Essen auf Bestellung, was er selbst vorbereiten kann. Wir haben unser warmes Griechisches halt auf die Gasthaustreppe bestellt😊

Wegen Personalmangel – ein Mittagessen vor dem Wirtshaus. Franken: Schont Eure Wirte! Es gibt immer weniger von dem Volk. (Bild: Stefanos)

Der Weg hat uns zum Würzburger Haus bergauf gerufen – wir waren in der Rhön. In der Hütte gabs keine Übernachtungsmöglichkeiten und keine Duschmöglichkeiten mehr. Mit Genehmigung haben wir unsere Zelte auf dem Parkplatz vor der Hütte aufgeschlagen, wo wir dann unsere Körper den Insekten der schwarzen Berge zur Verfügung gestellt haben. Es gab auch schon das berühmte Klosterbier…😊

Für die Rhön mit ihrer Figuren kommt bestimmt eines Tages ein Sonderartikel. Die Zeit ist noch nicht reif genug.

An einem perfekten Sonntag hatten wir die Ehre im Kloster Kreuzberg einkehren zu dürfen. Was wir in drei Tagen erreicht haben, hat unser Andreas vom Sportlerteam in einem Tag geschafft.

Glückliche Wanderer Gerald und Andreas (von links) am Ziel (Bild:?)

Wir waren zu Fuß auf dem Kreuzberg

Den Bericht annonciere ich mit einer Karte. Schaut Ihr euch diese Skizze an: eine Erklärung – was z.B. ein Totenkopf oder drei Spritzen bedeuten – bekommt Ihr demnächst …😊

Main Art

Zwar sind wir bei der Margetshöchheimer MainArt nicht dabei aber wir schlagen Euch zwei Führungen durch die Baustelle vor: am Samstag den 25. und Sonntag den 26. Juno; beide um 12:00 Uhr.

Extra für Euch wird die Baustelle aufgeräumt und manche Details enthüllt – wie auf dem Bild: Michi präsentiert unsere Wanddeko im Herrenrastraum. 😊

Wir sind noch internationaler

Nachdem unser Simon sich entschieden hat, weiter Jura zu studieren (wir brauchen ja Juristen😉), haben wir nach Verstärkung gesucht. Die Lösung kam unerwartet aus dem Osten: vor einigen Wochen kam der Jarik nach Deutschland. Da er drei Kinder produziert hat (sonst müsste er kämpfen), hatte er auch das Recht aus der Ukraine zu flüchten. Ich hoffe, seine Familie findet in Franken ihr neues Daheim.

Jarik ist eine handwerkliche Bereicherung – gut für uns, schlecht für die arme Ukraine, die solche Menschen viel mehr brauchen wird.

Wegen der Dynamik der Arbeit wurden ihm die wichtigsten Fluchwörter beigebracht und die Leberkäsbrötchenprobe (jedoch mit viel Senf) hat er auch bestanden.

Auf dem Bild von links: Tadek (DE/PL), Jarik (UKR), Jannik (DE) – kein Scherz: nur unser Michi trägt einen gescheiten deutschen Vornamen 😊

Maurer sind Dichter

Jeder Stein flüstert seine Geschichte: der bescheidene Runde – ein prosaisches Lebensereignis, die Riesen singen von den Heldentaten und die Winzigen unförmigen erzählen pikante Anekdoten – so wird ein Epos ins Leben gerufen.

Sie wird die Sonnenwärme auf unsere Weinstöcke und Hopfen strahlen und uns vor dem kalten Nordwind schützen – unsere „Klagemauer“ 😉

Der Schöpfer ist Frank (zweiter von rechts) – er darf seine Hände zeigen und nach vorne treten. Der Rest (von links) Michi, Dirk, Tadek und Thomas sehen nur so aus, als ob die gleich erschossen werden – sie halten die Mauer mit ihren Händen und Rücken; damit sie nicht umkippt 😉

Bild: eine nette Dame auf dem Fahrrad

Noch eine gute Nachricht: der Speierling von unserem Nachbar Michel Göpfert hat dreimal Gold bei Bayern Brand 2022 geholt. Absolut verdient – wir gratulieren auch auf dem Wege!

Ich möchte nur erwähnen, dass wir letztes Jahr diesen Schnaps durch die Berge schleppten, um uns in den kalten Nächten des Kaukasus zu erwärmen. Wir posten jetzt ein Bild, das schon im August 2021 bei uns gepostet wurde: Michels Speierling an der Quelle von Alasani, Tuscheti:

Heute nicht bescheiden

Nach 6 Wochen Fastenzeit vom Bier und alkoholischen Getränken und dann nach 2 Wochen Covid, wo Bier nicht schmeckte, möchten wir mal gelobt werden.

Tadeusz Sienkiewicz von Oleksin, Lord of Lochaber, Compostellano de Santiago A.D. 2011, selbsternannter König aller tuschetischen Flüße, zukünftiger Wirt in Marokko, hat das Recht sich als gelernter Gastronomiemanager (auf Deutsch) vorzustellen😊

Zwischen den lustigen stellen wir uns aber auch ernsten Herausforderungen…

Schöne Ostern!

Das Schreiben vom 1.4.22. an die Brennerei Z. aus F. war freilich ein Aprilscherz – leider ohne Antwort. Ich gebe zu, man muss sich etwas Mühe geben, um alles zu entziffern, aber es lohnt sich! 

Es hat sich schon uns bekannte Brennerei Pabst aus Veitshöchheim gemeldet. Nächste Woche, falls Covid erlaubt, könnten wir über ein Rettungspaket für unsere Mannschaft reden…😊

Bei der lachenden Sonne entstehen unsere Außenanlagen. Der Frank (links) ist ein Frank – hat aber einen polnischen Nachnamen und der Damian (rechts) ist Pole… Am Anfang, wie immer in solchen Fällen, gabs diese gewisse Unsicherheit: können die Jungs akurat und gescheit mauern…? 😊

Selbst der Paul war zufrieden, also ich werde unsere Maurer auch nur loben😊

Auch innen landeten wir langsam an Feinheiten: der Basti fliest schön im Erdgeschoß – in den oberen Etagen ist aber der Autor dieser Worte mit Bastelarbeiten tätig. Er hat sich immer einen andalusischen Waschraum gewünscht…

Und der Michi ist nach seinen allen Knieoperationen wieder da – sein Lächeln hat uns auf der Baustelle oft gefehlt. Eins müssen wir aber klarstellen: Michi darf nicht mehr Fußball spielen!

Wir sind beleidigt. Alle.

Den 1. April 2022 schrieben wir an die Brennerei aus F., deren initialer Buchstabe jetzt nicht geschrieben werden darf, eine hööööfliche Bitte um kostenlose Stoffproben:

Acht lange Tage haben wir auf eine feurige, saftige und flotte Antwort gewartet. Der Timo wollte nur schnell schlafen, in der Hoffnung mit dem Morgengrauen eine Begrüßungspost vor der Türe der Baustelle treffen zu dürfen…

Was kam da? Nix – nicht Mal Leergut!

Wer wurde hier ignoriert?

(…) * Text teilweise gelöscht. Erklärungen folgen.

Wir wurden hier alle missachtet! Schade nur um den armen Timo. Bei der nächsten Heimatreise besorge ich ihm aber die echte Wilde Weichsel.

Nur ganz kurz:

es ist nicht wahr, dass wir kapituliert haben. Die Banner am Radweg demontierten wir wegen der Stürme der letzten Wochen und wegen der geplanten Arbeiten im Außenbereich. Seit 5 Wochen kamen wir nicht dazu, neue Nachrichten zu posten. Es gab leider wichtigere Herausforderungen.

Wir arbeiten aber weiter.

Fa. Schmitt wieder bei uns. Es ist die Zeit unseren Biergarten zu gestalten.
Unsere Altbalkenexperten Fa. Mr. Timber. Ein Beweis, dass die Iphofener nicht nur Gips, sondern auch Holz verstehen.

Quatsch ist auch, dass wir in unserem Gasthaus ausländisch kochen werden. Wir haben Euch fränkische Biervielfalt versprochen, dazu einen fränkischen Biergarten und Zongzi passt hier nur schlecht.

Hätten wir jedoch schon im März 2022 offen gehabt, hätten wir schon ab 24 Februar zum Schäufele auch den roten ukrainischen Borschtsch serviert.

Und Vodka stammt aus Polen!

+++Eilmeldung vor dem Wochenende+++

An die zwei jungen Gentlemen, die heute, den 4. Feb. 2022, Freitag um 15:30 am Maingelände in Margetshöchheim unseren Bierkasten aus dem Firmenbus leer geräumt haben:

der Einbruch war wahrscheinlich professionell geplant: Ihr habt dichte Covidmasken an, Rücksäcke mit einem ausreichenden Volumen und den Willen ein schönes Wochenende sich leisten zu dürfen – Eure Gesichter kann ich doch gut erkennen.

Ich weiß – 12 oder 13 Jahre alt zu sein ist auch ist ein stolzer Alter, aber Ihr müsst noch ein wenig lernen: das von Euch geklautes Bier ist alkoholfrei.😊

Nix Trübsal blasen!

 „Eine stolz getragene Niederlage ist auch ein Sieg“ – schon vor über 150 Jahren sagte die gute Marie aus Zdislavice; nicht ohne Recht!

Jeder, der die Entstehung der Margetshöchheimer Schenke folgt, weißt, dass uns nicht immer alles gelingt. Manche sind sogar der Meinung, dass wir in unseren Bemühungen zu geduldig, allzu weich oder sogar „zu sehr weiblich“ sind. Vielleicht. Als Langstreckenwanderer schätzen wir aber auch nicht nur das Ziel, sondern auch den Weg. Zu jedem Weg gehören auch Pech und Pannen, die wir auch feiern wollen. Ich hoffe, dass Ihr das genauso seht – unser kleines Plätzchen am Main mit seinem Genius loci bringt uns den Geist weiter machen zu können.

Also Trübsal blasen? Nix – die Rettung für uns war diesmal das sanfte, fast auf eine Frauenart ausgeglichene, Ostseebernsteinfarbige Landbier aus Schederndorf!

Auf der Baustelle: die Mädels und Jungs von unserem Nachbar Michael Hösl aus Margetshöchheim haben die Gästezimmer fast fertig tapeziert. Alle Treppen aus dem Kirchheimer Muschelkalk sind gebaut. Der Alex und der Jochen dürfen stolz darauf sein.

In der Küche kreuzen in allen möglichen Richtungen Tausende Kabel, Leitungen, Rohre, Kanäle, Röhrchen, Mantelleitungen, Leerrohre – ich hoffe, dass die Jungs immer noch den Überblick haben, wo alles hinmuss😊

2021: das war ein Jahr!

Vielleicht machen wir alles falsch…

Unsere Gästezimmer sind von der Größe her eh keine Paläste. Jedes Zimmer ist auch aber anders und kriegt trotz alledem eine eigene feine Ausstattung. Bei den Betten –keine Kompromisse: zählt nur der Schlafkomfort. Bei dem restlichen Mobiliar möchten wir ein wenig meistern – Charme in die bequemen Zimmer sollen antike Tische und Schränke bringen. Jedes Bad kriegt zwar rustikales Feinsteinzeug auf den Boden aber in die weißen Wandfliesen wollen wir edle, seht oft noch aus dem 17. Jahrhundert stammende Keramikteile einbauen. Wie hier auf dem Bild unten:

Was Antiquitäten angeht, holen wir uns sehr oft schöne Sachen aus den Niederlanden, wo die Auswahl (und die Preise) etwas angenehmer sind. Um „Ware aus Holland zu holen“ waren wir auch letzte Woche und das muss ich Euch erzählen.

Wir haben uns diesmal eine Unterkunft nur einige Meter von der niederländischen Grenze gefunden. Bilder aus dem Internet waren sehr idyllisch; insbesondere das mit dem sympathischen Esel …

Als wir kamen, war schon richtig dunkel. Sodass es etwas dauerte, bis wir das richtige Haus fanden. Begrüßt hat uns ein wirklich netter Eigentümer in der niederländischen Militärjacke; erzählte kurz über das Haus, dass es immer noch umgebaut ist z. B. Außenwände mit Aluminium isoliert sind und dadurch hat man hier kein Handyempfang… Das kostenlose Fernsehen konnte wahrscheinlich auch aus dem Grund nur statische Bilder aus den schönen Ecken der Erde ausstrahlen. Mit extrem bescheidenen, ausschließlich eigenen Mitteln wurde es zu unserem Schlafzimmer – der Raum war noch vor kurzem ein Ferkelstall, wo die Tiere auch geschlachtet wurden – meine Frau (als Stadtmädchen) konnte nur schlecht schlafen.

Die Toilette war in Ordnung – es fehlte nur die Tür – da hing nur ein wieder bescheidener Vorhang. Bei dem Besuch der Toilette haben wir also laute Musik gespielt. Toilettenpapier war im Preis, alles andere kostete aber Geld, wie z.B. die Mietgebühr für ein Glas (1,25 €). Das mitgebrachte Bier war also nur von der Flasche zu trinken 😉

Die Stille der Nacht brach das morgendliche Krähen und fröhliches Gackern – dann pünktlich um 8 kam das Frühstück – gekochte, nicht gestempelte und eindeutig nicht gewaschene Bio-Eier. Selbstverständlich musste ich wieder das Ei für meine Frau auch essen.

Kaffee für mich war kostenlos, aber der für meine Chefin bestellter Tee war nicht gekommen. Ich habe mich auf die Suche nach einem Tee in unsere Küche gegeben und leider nichts gefunden. Gott sei Dank war die Küche (und auch die Tür zu unserem Zimmer) unter dem Auge der versteckten Kamera. Sodas gleich hat sich eine aufgeregte junge Dame gemeldet, dass ich die Küchenschränke durchgesucht habe…

Im Tageslicht konnten wir auch endlich sehen, wo wir sind. Die Umgebung war flach idyllisch. Das Gästehaus besteht aus dem Urstall, wo wir geschlafen haben Plus einem Anbau im EG (Küche, Frühstücksraum) plus zwei Zimmer im OG. Bei der Konstruktion habe ich an unserem Statiker gedacht: Paul, Du bist manchmal kurz vor dem Kollaps, wenn die Statik unseres Hauses betrifft. Gott sei Dank, Du warst nicht in dem kleinen Hotelchen an der niederländischen Grenze: Du hättest es leider nicht überlebt!

Das kleine Hotel steht, wackelt, hat Luft und bringt Geld. Unsere Unterkunft hat im Internet die besten Noten: der Preis 70 € fürs Zimmer wird als angemessen gesehen. Es wird noch darauf hingewiesen, dass, wenn jemanden der Vorhang zur Toilette nicht passt, gibt es eine Toilette im Hof – wo sind da überhaupt Probleme…?  Vielleicht übertreiben wir mit unserer Sorge, damit alles akkurat gemacht wird…

Bei der Fahrt von unserer Unterkunft zu unseren netten Antiquitätenanlieferer in Arnhem begleitete mich nur ein Gedanke: ein Königreich für eine Toilette! Auf diesem Weg bietet das Königreich Niederlande leider nur flache Wiesen, abgezäumte Straßen und Laub lose, rare und sehr bescheidene Wälder an…

Adressen, wie immer – keine. Bei Bedarf: Frage betreiber😊

Langsam, aber voran

Jetzt wieder mal was Konkretes:

Wir bauen und basteln seit über einem Jahr. Wenn man jeden Tag auf der Baustelle ist, merkt man unsere Vorschritte gar nicht. Wenn wir aber die Bilder vergleichen möchten – hat sich viel getan: vor allem das Haus steht und hat ein Dach, hat alle Fenster und ist entweder mit einem handwerklichen pilsnerfarbigen Putz von der Mainstraße verkleidet, oder, wie im mainseitegen Gebäude, mit einer Douglasienfassade aufgewärmt.

Innen haben alle Räume ihre Wände und werden überall Installationen eingebaut: Elektro, Klima, Wasser und Heizung; nach dem wir einige Brandschutzfallen beseitigt haben – auch Lüftung.

Der Innenputz ist aufgetragen und die oberen Stockwerke haben schon einen reifen Estrich – das bedeutet, dass wir demnächst in oberen Bereichen mit Fliesenarbeiten anfangen dürfen.

Ende Oktober wollten wir unsere Außenanlagen zu gestalten beginnen: Bau einer Lagerscheune an der Mainstraße Richtung nördlicher Nachbar, Ummauerung, Formen der Terrassen und Bepflanzung – wegen Materialmangel hat es sich Richtung Januar nächstes Jahr verschoben. Wir hoffen dabei, dass das Wetter mitspielt.

Oben eine grobe Planung der Außenanlagen: auf der unteren und auf der Ausgabeterrasse ist der knirschende Kies geplant; auf der oberen Terrasse zum Hauptsaal – Naturstein auf Splitt verlegt. Rundrum Mäuerle aus Bruchsteinen, das an die fränkischen Trockenmauern erinnern. Da wir echtes Bier im echten Biergarten anbieten möchten und Margetshöchheim ein Gartendorf am Main ist, bleibt eine Herausforderung unsere Bepflanzung bewusst und reich zu kreieren: eine heilige Biergartenkastanie findet ihren Platz im zentralen Punkt. Wir entscheiden uns wahrscheinlich für die Rotkastanie: sie ist besser für den Klimawandel vorbereitet und leistet mehr Widerstand bei Krankheiten.

Die sonnigste Ecke ist für Wein reserviert, aber bei der Ausgabe findet Ihr goldene Hopfenzapfen…

Und jetzt noch Frage an die Biergartenorthodoxen: dürfen wir auch einen Obstbaum einpflanzen? Einen Kirschbaum zum Beispiel? Die besten Kirschen der Welt kommen doch aus Margetshöchheim, oder?  Die Kirschblüte sollte dann die Biergartensaison eröffnen…

Da ich schon den Klimawandel erwähnt habe, ist es vielleicht die Zeit auch etwas Mediterranes zu haben – was meint Ihr dazu?

Wir waren in Portugal

Eigentlich wollten wir unser Motiv auf den T-Shirts zeigen – ein etwas anderer Margetshöchheimer Drache. Da der Würzburger Marathon, der Residenzlauf und der Gedächtnislauf dieses Jahr nicht stattgefunden haben, blieb uns nichts anderes übrig, als die neuen Trikots im Ausland auszuprobieren. Die Stadt Lissabon organisierte mit allen Corona-Maßnahmen einen Halbmarathon mit dem Start auf der Vasco-da-Gama-Brücke, wo wir auch teilnehmen konnten – Obrigado Lisboa!

Diesmal wollten wir es gescheit machen: Kuskus oder Nudeln, gekochtes und frisches Gemüse ohne Salz (die Sojasoße hat dem Geschmack nicht geholfen) in einer teuren, gesunden Kneipe und nur mageres Bier am Tag vorher. Wir haben übertrieben: aber auch die feuerroten Trikots, die wir anhatten, konnten wenig helfen – Ergebnis: die schlechteste Laufzeit aller Zeiten😉

Nach dem Lauf heulte der Körper nach Kalorien: saftige brasilianische Picanhas, knusprige Piri-Piri-Hähnchen aber auch vegane Pierogies mit Sauerkraut und Waldpilzen im heißen Olivenöl und Zwiebeln in der polnischen Kneipe; und dazu kein Bier (Portugiesen verstehen Bier anders als wir) sondern portugiesischer Wein: egal ob in der Sonne dunkelrot gebrannt, leichter weiß gefärbt oder auch eine sehr erfrischende portugiesische Spezialität: vinho verde...

Portugal lebt ein wenig im Schatten von seinem größeren Nachbar, aber sein Wein soll bitte keine Komplexe haben! Vor allem ist es gelungen eine Industrieweinproduktion wie in Spanien zu vermeiden. Ich hätte nichts gegen die spanischen Weine: sind gut trinkbar und waren immer ein treuer und zuverlässiger Begleiter auf jedem Jakobsweg. Die Douroweine bilden eine getrennte Gruppe im Vergleich zu den lustigen Riojanes, zu den stolzen Bordeaux und raffinierten Primitivos.

Die Ausstattung der durchschnittlichen Lokale ist eher unkompliziert – ein Grill, ein Paar Kühlschränke in einer winzigen Küche…  So funktioniert es auch in unserem Lieblings-Ende-der-Welt in Sagres, weit von der Hauptstraße, die hinter dem Schilf verstecktes Adega mit den besten gegrillten Robalos und Douradas auf dem Kontinent.

Und jetzt zu den Pierogies: es scheint mir ein universeller Vorschlag für ein veganes/vegetarisches Gericht zu sein, was auch die toleranten Fleischesser akzeptieren können. Die Füllung kann man beliebig gestalten. Pierogies im polnischen Lokal in Portugal wurden auch selbstverständlich nicht orthodox polnisch zubereitet: selbst deshalb, dass der Wirt Jacek eher ein Künstler ist, die Köchin aus der Ukraine kommt und der Kellner ein Brasilianer ist; und die Gäste – keine Touristen, sondern (erstaunlicherweise) Portugiesen. Jeder hat den Einfluss, wie die ursprünglich mongolischen Pierogies schmecken sollen.

Ich liebe Europa als Treffpunkt der Ideen😊

Wo der Westen den Osten ruft

Ein Umbau sorgt für Überraschungen. „Hätte ich alles abgerissen und neu gebaut, hätte ich viel gespart“– sagt jeder, der umgebaut hat. Na ja, es ist halt so – wenn man mindestens ein wenig von der Seele der alten Bausubstanz erhalten will, muss man auf verschiedene Fallen vorbereitet sein: da passt es nicht, was machen wir jetzt? wohin damit? zu wenig Platz! da hält`s nicht gescheit! Brandschutz? kein Brandschutz? – hunderte Fragen, die jetzt beantwortet werden müssen; und wenn alle verschwinden und keiner die Fragen beantwortete, bleiben der Installatuer Frank  (links auf dem Bild)  der Elektriker Dirk und der Trockenbauer Tadek (hinter der Kamera), die das Unmögliche möglich machen müssen.

Wir sprechen alle mit Akzent – der Frank kommt nicht aus Franken, sondern aus Sachsen-Anhalt, der Dirk – aus Thüringen und der Trockenbauer aus Ostpolen – also im Westen nichts Neues – der Osten baut den Westen und der Erfolg findet bestimmt einen westlichen Vater und die Niederlage ihre Eltern aus dem Osten😊

Zwischen den blöden Witzen, die unsere Vorurteile betreffen, kommen wir „schrittweise“ näher an unser Ziel – kühles, frisch gezapftes Bier am Main.

Solange aber unser Biergartenbetrieb noch nicht tätig ist, geht bitte in die Fränkische Schweiz wandern, wo die Biertradition noch nicht verloren wurde – taucht in die Idylle zwischen den hängenden Felsen, entlang der faulen Flüsse und geht in Euch in einem der Biergärten!

Wenn es einen Himmel gibt, sieht es bestimmt wie ein Biergarten aus.

Post-Urlaub-Stimmung

Es war zwar die Urlaubszeit, aber innendrin passierte schon einiges: im Dachgeschoss und im Obergeschoss des mainseiteigen Baukörpers (schöner Baustellenajargon 😊), wurde Estrich eingezogen. Nach einigen Wochen der Trocknungsphase können wir schon die ersten Fliesen in den Bädern kleben. Mit den Fliesen möchten wir ein wenig meistern, damit wir unsere Bäder klein aber fein gestalten können.

Sonst der tägliche Kampf, um deutsche Brandschutzvorschriften zu verstehen und richtig zu interpretieren – ich habe mir gedacht, dass meine Sprachkenntnisse zu miserabel sind, um den Brandschutz zu verstehen – ich wurde aber beruhigt – meine Kollegen verstehen diese Brandschutzlogik genauso schlecht, wie ich. Gut, dass der Jochen von Knauf bei dieser Herausforderung betreut; und hoffen, dass er es versteht. Sonst hätten wir den „Fall Berliner Flughafen“ 😉

Ich verspreche, dass gleich nach der Brandschutzabnahme schreibe ich eine Brandschutzballade…

Sonst planen wir schon langsam unsere Außenanlagen: ab Mitte Oktober sorgen dafür wieder die Jungs von der Firma Schmitt und gleichzeitig kümmern wir uns zusammen mit Gerhard, Entschuldigung: mit dem Herrn Dr. Väth, für die Bepflanzung.

Zu den Fotos: das zweite Bild, wo die damalige Schmiede und unsere zukünftige Schenke zu sehen ist, verdanken wir dem Herrn Peter Etthöfer. Kann Jemand die genaue Zeit, wann das Bild gemacht wurde, bestimmen?

Das erste Bild ist aktuell. Man sieht, wie die Pappeln langsam die Silhouette Margetshöchheims eroberten.

Gamardschoba !

Ich hoffe, Ihr habt uns vermisst.

 Wahrscheinlich zum letzten Mal tauchten wir in die Magie, in die Einsamkeit der Märchenlandschaften, und nachts in das ruhige Sternenmeer von Tuscheti im Südkaukasus ein. Da gibs kein Internet, kein Fernsehen und kein Strom.

Wie immer vor dem Einmarsch in die Berge verbrachten wir einen Tag in Telavi im Alasanital – in der edelsten Weinregion Georgiens; und dann, laut Plan bis zur Alasaniquelle hoch wandern; und dann weiter durch den Atsuntapass mit dem ganzen Lebensvermögen im Rucksack: ein Zelt, ein Schlafsack, Proviant und ein Spirituskocher. Georgischer Chacha mit seinen 70 % Alkoholinhalt ersetzt den Sprit für den Kocher, gibt Kraft zum Wandern und tötet Covid 19😊

Telavi hat uns kulinarisch nie enttäuscht…

Im einem Lärchenwalde, wo wir nach unserer westlichen Vorstellung als Geisel verkauft werden sollten (Fahrer, der das Lokal empfiehl, wollte kein Geld von uns) war ein schattiger Biergarten…

Vergiss Argentiniensteaks, vergiss Picanha, vergiss Angus – dieses zartes, dezent gewürzt, knusprig außen, saftig innen Rindfleisch aus dem Grill aus dem Wald in Telavi war absolute Weltklasse! Ohne Schnörkel – nur Geschmack. Aber dann kam noch die Abrundung: der Wirt ist auch ein echter Bierbrauer, vielleicht der einzige echte Bierbrauer in Georgien und dazu in der Hauptstadt des georgischen Weines. Ich sag nur so: sein Bier kann man sehr gut trink und das ist die höchste Stufe des fränkischen Lobs.

In den hohen Bergen ist halt e weng anders. Da wo es noch Menschen gibt, findest Du ein Bett und etwas zum Essen. In dem letzten lebendigen (nur im Sommer) Dorf vor dem Atsuntapass – Girevi dürften wir eine der besten Mahlzeiten zwischen den Bergen genießen: frisch gebackenes Puri, salziger, scharfer Käse namens Guda und hausgemachter Wein – ein Wanderglück.

Als Erwärmung der kalten Nächte dient in dem Rucksack mitgebrachte Gastronomie. Liebster Nachbar Michael: Du sollst es bitte schätzen, dass ich Deinen Brand Tausende von Kilometern zu Fuß, mit Marschschrutka, mit Taxis, mit Flieger und mit der Mainfrankenbahn schleppte…😊

Es gab Enttäuschungen: unser Lieblings Barabulka-Lokal am Schwarzem Meer gibt es nicht mehr; auch unser Döner auf dem Markt in Batumi verschwand. Den letzten Tag in Tilflis aber, nur einige Straßen vom Liberty Square entfernt fanden wir erneut unser Wanderglück: ein lokales Piw-Bar mit dem besten Bier in der Metropole und mit dem frischen Khachapuri von der netten Wirtin.  So kannst du stundenlang faulenzen, Sitten und Bräuche der Straße, bzw. Kämpfe der obdachlosen Katzen gegen die obdachlosen Hunde um unsere Essensreste beobachten.

P.S. Katzen waren schlauer… Immer.

Adressen der Lokale gibs keine. Wer sucht, der findet.

E weng nostalgisch

Wieder ein alt bekanntes Gesicht bei Teddeco Raumausstattung: der Maciek. Er hat seinen 14-Tage Urlaub für den letzten Bauauftrag der Firma gespendet. Eine der größten Figuren in der Geschichte des Unternehmens: 196 cm ohne Haare. So könnt Ihr grob schätzen, wie hoch unsere Decken sind…😊

Nostalgisch möchte ich nur herzliche Grüße an alle Jungs ausrichten, die zu unseren Baustellenfreunde geworden sind: nach Danzig, Schwarzach und Höchberg. Manchmal war es dramatisch, meistens lustig – die Zeit wird zur Legende… Danke.

Was tut sich drin?

Auch im Dachgeschoss hat sich was getan: die meisten Schrägen wurden gedämmt, auf manche Fächer Dampfsperre aufgezogen und langsam bauen wir Trennwände für die Gästezimmer im mainseitigen Gebäude.

Nächste Woche kommen Fenster – dann können wir Dämmarbeiten abschließen und mit der Beplankung (in Franken: „Beblankung“) der Schrägen anfangen.

Blaue Platten (Diamant von Knauf) wurden nicht wegen des Kneipencharakters des Hauses eingebaut – es geht um Brandschutz und Schallschutz, also um Sicherheit und Komfort unserer Gäste.

*

Unsere Trockenbauarbeiten beschäftigten uns total, dass wir die schönste Jahreszeit fast verpassten. Wie haben wir es geschafft? Kaum möglich: das saftig Grüne schleicht sich mit wilder Wonne, ohne Genehmigung und Pardon, durch die noch mit frischem Holz duftigen Gauben ein… Gott sei Dank kriegen wir endlich unsere Fenster und die Natur kann uns nicht mehr mit allen diesen Düften, Farben und Vogelgeschrei von der Arbeit ablenken!

Selbstverständlich haben unsere Dachdecker den coolsten Job der Welt: genießen die harmonische Frühlingssonne, bewundern atemberaubende Landschaften und beobachten andere Menschen von oben: so tut sich das Dachdecken fast von alleine. 😉

😊

Der Autor (bzw. Autoren) hat sich ein „Dankeschön“ verdient.

Marokkaner (Marogganer) Pappeln am Main:

Unsere Hebedrohne

So baut man heute: eine winzige Baustellendrohne hebt die tonnenschwere Gaube.

Die Drohne ist mit einem genial leistungsstarken Motor und gespeicherter E-Werkplanung des Architekturbüros Eckert & Heckelsmüller ausgestattet. Dieses Einbausystem (EBS nach DIN 18534-1) funktioniert mit sensibler Sensortechnik – vergleichbar mit der Einparkhilfe. Dank dieser Weltraumtechnologie wird die Gaube millimetergenau an die Stelle navigiert, wo die Planung sie vorgesehen hat. Das voreingebaute Einspritzsystem klebt die Gaube ein: ohne Nageln und Sägen; und ohne Beschwerden seitens Nachbarn, dass die Mittagsruhe nicht eingehalten wird.

So lassen sich auch endlich teure Bauhandwerker auf der Baustelle vermeiden…

Entschuldigung!  Das war ein in Verzug geratener Aprilscherz. Die Zimmerer der Fa. Geiger aus Veitshöchheim, die diesen wunderschönen Dachstuhl errichtet haben, sind auf unserer Baustelle immer ganz besonders gern gesehen !!!😊

Menschen

Ihr habt schon diese Gesichter gesehen: Max und sein Vater Ruven aus dem Nachbardorf Erlabrunn. Die beiden sind der Kern der Maurertruppe – egal ob es schneit, schüttet oder die Sonne brennt – jeden Tag da. Es gibt Niemanden, der unsere Baustelle besser kennt.

Der Bauleiter Manuel (in der Mitte) mit seinem kritischen Blick zu Besuch. Links der Ruven und rechts der Mirko – Es basst scho !

Der Frühling ist da. Mit den ersten Schwalben wurden auch die ersten Zimmerer und Dachdecker beobachtet…😊

Gastraum

Wir haben den Raum mit 27 Sitzplätzen für Familienfeste und Tagungen vorgesehen; wahrscheinlich als Frühstücksraum für unsere Hotelgäste; vielleicht als ein kleines Kino…Was meint Ihr dazu? Die Mailadresse wirt@marokko-schenke.de funktioniert. Man kann auch auf unserer Facebookseite Marokko Schenke posten.Solange der Wirt nicht beleidigt wird, darf man alles schreiben!