Richtfest

Mittelalterlicher Tradition (und Coronabedingungen) zufolge gelang uns endlich das Richtfest zu organisieren.

Den grünen Richtbaum (kommt aus einem Garten im Sandflurweg) schmückte unser Expraktikant Jannik mit viel Liebe und mit weißen und roten Schleifen; wobei die Farben genau für Franken wie auch für Polen gelten😊

Zimmerleute Gerald mit seiner Arbeitskollegin Elisabeth (auf dem Foto) befestigten den Baum am Gerüst. Mit seinem lustigen Richtspruch bedankte sich unser Gerald beim Bauherrn und beim Architekten und bat um Gottes Segen für unser Gasthaus. Nach dem Toast warf er das beste Weinglas im Haus vom Gerüst: das Glas zersplitterte am Boden – das kann nur Eins bedeuten: seit diesem Moment darf nichts mehr schief gehen…

Und gleich den nächsten Tag hat sich es erwiesen: das Verwaltungsgericht in Würzburg hat unsere Baugenehmigung bestätigt – wir dürfen unsere Schenke weiter bauen.

Nach dem Gerald hat auch unser Bauherr Andreas essenziell, aber mit Humor über unsere Wege zur Schenke erzählt; und bei allen Handwerkern, Planer, bei alten und neuen Architekten für Ihre Arbeit bedankt.

Und dann war nichts anderes übrig – nur das Festbier zu genießen. Danke Joachim (Marokkaner Brauhaus) – Dein Marokkaner Helles vom Fass wurde gelobt.

Wo der Westen den Osten ruft

Ein Umbau sorgt für Überraschungen. „Hätte ich alles abgerissen und neu gebaut, hätte ich viel gespart“– sagt jeder, der umgebaut hat. Na ja, es ist halt so – wenn man mindestens ein wenig von der Seele der alten Bausubstanz erhalten will, muss man auf verschiedene Fallen vorbereitet sein: da passt es nicht, was machen wir jetzt? wohin damit? zu wenig Platz! da hält`s nicht gescheit! Brandschutz? kein Brandschutz? – hunderte Fragen, die jetzt beantwortet werden müssen; und wenn alle verschwinden und keiner die Fragen beantwortete, bleiben der Installatuer Frank  (links auf dem Bild)  der Elektriker Dirk und der Trockenbauer Tadek (hinter der Kamera), die das Unmögliche möglich machen müssen.

Wir sprechen alle mit Akzent – der Frank kommt nicht aus Franken, sondern aus Sachsen-Anhalt, der Dirk – aus Thüringen und der Trockenbauer aus Ostpolen – also im Westen nichts Neues – der Osten baut den Westen und der Erfolg findet bestimmt einen westlichen Vater und die Niederlage ihre Eltern aus dem Osten😊

Zwischen den blöden Witzen, die unsere Vorurteile betreffen, kommen wir „schrittweise“ näher an unser Ziel – kühles, frisch gezapftes Bier am Main.

Solange aber unser Biergartenbetrieb noch nicht tätig ist, geht bitte in die Fränkische Schweiz wandern, wo die Biertradition noch nicht verloren wurde – taucht in die Idylle zwischen den hängenden Felsen, entlang der faulen Flüsse und geht in Euch in einem der Biergärten!

Wenn es einen Himmel gibt, sieht es bestimmt wie ein Biergarten aus.

Post-Urlaub-Stimmung

Es war zwar die Urlaubszeit, aber innendrin passierte schon einiges: im Dachgeschoss und im Obergeschoss des mainseiteigen Baukörpers (schöner Baustellenajargon 😊), wurde Estrich eingezogen. Nach einigen Wochen der Trocknungsphase können wir schon die ersten Fliesen in den Bädern kleben. Mit den Fliesen möchten wir ein wenig meistern, damit wir unsere Bäder klein aber fein gestalten können.

Sonst der tägliche Kampf, um deutsche Brandschutzvorschriften zu verstehen und richtig zu interpretieren – ich habe mir gedacht, dass meine Sprachkenntnisse zu miserabel sind, um den Brandschutz zu verstehen – ich wurde aber beruhigt – meine Kollegen verstehen diese Brandschutzlogik genauso schlecht, wie ich. Gut, dass der Jochen von Knauf bei dieser Herausforderung betreut; und hoffen, dass er es versteht. Sonst hätten wir den „Fall Berliner Flughafen“ 😉

Ich verspreche, dass gleich nach der Brandschutzabnahme schreibe ich eine Brandschutzballade…

Sonst planen wir schon langsam unsere Außenanlagen: ab Mitte Oktober sorgen dafür wieder die Jungs von der Firma Schmitt und gleichzeitig kümmern wir uns zusammen mit Gerhard, Entschuldigung: mit dem Herrn Dr. Väth, für die Bepflanzung.

Zu den Fotos: das zweite Bild, wo die damalige Schmiede und unsere zukünftige Schenke zu sehen ist, verdanken wir dem Herrn Peter Etthöfer. Kann Jemand die genaue Zeit, wann das Bild gemacht wurde, bestimmen?

Das erste Bild ist aktuell. Man sieht, wie die Pappeln langsam die Silhouette Margetshöchheims eroberten.

Gamardschoba !

Ich hoffe, Ihr habt uns vermisst.

 Wahrscheinlich zum letzten Mal tauchten wir in die Magie, in die Einsamkeit der Märchenlandschaften, und nachts in das ruhige Sternenmeer von Tuscheti im Südkaukasus ein. Da gibs kein Internet, kein Fernsehen und kein Strom.

Wie immer vor dem Einmarsch in die Berge verbrachten wir einen Tag in Telavi im Alasanital – in der edelsten Weinregion Georgiens; und dann, laut Plan bis zur Alasaniquelle hoch wandern; und dann weiter durch den Atsuntapass mit dem ganzen Lebensvermögen im Rucksack: ein Zelt, ein Schlafsack, Proviant und ein Spirituskocher. Georgischer Chacha mit seinen 70 % Alkoholinhalt ersetzt den Sprit für den Kocher, gibt Kraft zum Wandern und tötet Covid 19😊

Telavi hat uns kulinarisch nie enttäuscht…

Im einem Lärchenwalde, wo wir nach unserer westlichen Vorstellung als Geisel verkauft werden sollten (Fahrer, der das Lokal empfiehl, wollte kein Geld von uns) war ein schattiger Biergarten…

Vergiss Argentiniensteaks, vergiss Picanha, vergiss Angus – dieses zartes, dezent gewürzt, knusprig außen, saftig innen Rindfleisch aus dem Grill aus dem Wald in Telavi war absolute Weltklasse! Ohne Schnörkel – nur Geschmack. Aber dann kam noch die Abrundung: der Wirt ist auch ein echter Bierbrauer, vielleicht der einzige echte Bierbrauer in Georgien und dazu in der Hauptstadt des georgischen Weines. Ich sag nur so: sein Bier kann man sehr gut trink und das ist die höchste Stufe des fränkischen Lobs.

In den hohen Bergen ist halt e weng anders. Da wo es noch Menschen gibt, findest Du ein Bett und etwas zum Essen. In dem letzten lebendigen (nur im Sommer) Dorf vor dem Atsuntapass – Girevi dürften wir eine der besten Mahlzeiten zwischen den Bergen genießen: frisch gebackenes Puri, salziger, scharfer Käse namens Guda und hausgemachter Wein – ein Wanderglück.

Als Erwärmung der kalten Nächte dient in dem Rucksack mitgebrachte Gastronomie. Liebster Nachbar Michael: Du sollst es bitte schätzen, dass ich Deinen Brand Tausende von Kilometern zu Fuß, mit Marschschrutka, mit Taxis, mit Flieger und mit der Mainfrankenbahn schleppte…😊

Es gab Enttäuschungen: unser Lieblings Barabulka-Lokal am Schwarzem Meer gibt es nicht mehr; auch unser Döner auf dem Markt in Batumi verschwand. Den letzten Tag in Tilflis aber, nur einige Straßen vom Liberty Square entfernt fanden wir erneut unser Wanderglück: ein lokales Piw-Bar mit dem besten Bier in der Metropole und mit dem frischen Khachapuri von der netten Wirtin.  So kannst du stundenlang faulenzen, Sitten und Bräuche der Straße, bzw. Kämpfe der obdachlosen Katzen gegen die obdachlosen Hunde um unsere Essensreste beobachten.

P.S. Katzen waren schlauer… Immer.

Adressen der Lokale gibs keine. Wer sucht, der findet.

Baustellenzauberer

Der Herr Gott als der größte Schöpfer darf auch manchmal keinen Bock mehr auf Arbeit haben. Damit er aber sein Bierchen in seiner himmlischen Wirtschaft in aller Ruhe genießen kann und doch alles im Griff hat, rief er gleich nach der Schöpfung Eva und Adam Bauhandwerker ins Leben. Unsere Elektriker behaupten, sie gäbe es schon vor den bekannten Worten „Sei Licht“ – sie sollten schon vorher Kabel gezogen haben…

Fakt ist, dass der Herr Gott sein Sohn ein Zimmerer war und das Göttliche sieht man bei jeder Handwerkerhandlung – man muss nur genau zuschauen…😊

Im Fenster kreiert Meister Erich mit seinem Pinsel unsere Giebelwand mit Farbe eines spritzigen, leichten Sommerpils. Die dynamische Putzstruktur zeigt den individuellen Charakter jeder handwerklichen Hand.

Bild vom Wirt:

Im Bild unten zauberte Meister Simon aus den Baustellenblumen einen Strauß aus. Falls Jemand bis jetzt dachte: „Handwerker sind grobe Kerle“ muss jetzt sofort seine Meinung ändern: im Inneren sind sie sensible Seelen.

Bild: Simon Böhmer

Und noch etwas: Ende dieser Woche haben wir zwei Gründe zum Feiern und das taten wir auch ordentlich.

Details kommen nächste Woche.

Bild unten: Tina Göpfert

Holz: „Was das Auge freut, erfrischt den Geist“*

Habt Ihr schon unsere Holzverschalung registriert – es ist Douglasie; nix gehobelt, nix geschliffen – pur wie Natur und wie ein schon leicht bernsteinfarbiges Bier aus Oberfranken.

Wer sind die Täter? Das sind die beiden Herren auf dem Bild unten: Ümit (von links) und Gerald. In einem gewissen Sinne ist dieses Foto eine Rarität: Ümit ist ohne Zigarette im Mund und in jedem Falle sollte er sich dieses Foto aufheben.

Im Falle Gerald haben wir durch Aklamation beschlossen, das er eine Rede zu unserem Richtfest am 22. Juli halten muss, weil:

  1. Er ist ein Zimmerer von Berufung
  2. Er kennt sich mit Bier aus
  3. Er ist ein Margetshöchheimer
  4. Er ist ein feiner Kerl
  5. Ausreden werden nicht akzeptiert. (Punkt)

Drin tut sich auch weiter was. So, dass die Baustelle schon fast zu voll ist. Gott sei dank mit den meisten kennen wir uns schon ein Paar Jahre.

Auf dem Bild unten macht schon unser Herbert von der Fa. Kimmel aus Margetshöchheim Heizung- und Sanitärmontage.

*Prentice Mulford

E weng nostalgisch

Wieder ein alt bekanntes Gesicht bei Teddeco Raumausstattung: der Maciek. Er hat seinen 14-Tage Urlaub für den letzten Bauauftrag der Firma gespendet. Eine der größten Figuren in der Geschichte des Unternehmens: 196 cm ohne Haare. So könnt Ihr grob schätzen, wie hoch unsere Decken sind…😊

Nostalgisch möchte ich nur herzliche Grüße an alle Jungs ausrichten, die zu unseren Baustellenfreunde geworden sind: nach Danzig, Schwarzach und Höchberg. Manchmal war es dramatisch, meistens lustig – die Zeit wird zur Legende… Danke.

Fenster, also: wie kann man für Aufregung sorgen…

Wir haben unsere Fenster nicht nach dem fränkischen Fenstermodell gebaut: statt Oberlicht (fränkisches T) haben wir und für Unterlicht entschieden. Ich weiß: manche werden es uns nie verzeihen. Es tut uns auch fruchtbar Leid aber Oberlicht im Fenster ist der einzige Fehler in der fränkischen Bautradition – Unterlicht ist viel praktischer. Sonst kann der Franke nur gut bauen…

Ich hoffe, dass Skeptiker mit unseren Fenster zu Fluss mindestens zufrieden sind: die eleganten Bögen sind wie Wellen des Mains 🙂

Vielleicht ist es auch wichtig, was durch die Fenster zu sehen ist:

Neue Gesichter

Im mainseiteigen Gebäude montieren wir die Unterkonstruktion für die Gipskartonbeplankung. Als Verstärkung kam der Miko (mit Bart), der bei uns als Student gejobbt hat. Seine Piratenhose aus dem Jahr 2012 passt immer noch.

Und noch ein Gesicht, welches viele Margetshöchheimer kennen – unser Jannik ( ohne Bart ) macht auf der Baustelle sein Praktikum. Eins muss ich sagen: er ist ein disziplinierter, zuverlässiger und intelligenter Kerl: denkt mit und meckert nicht, dass es heiß ist.

und vielleicht eine schlechte Nachricht an seinen Opa: mein Eindruck ist so, dass der Jannik eher Bauhandwerker als Winzer werden möchte… 🙂

Frühling, Frühling, Frühling…

und der Mai sieht bei uns so aus, dass man das Leben wieder genießen will – der Kälte, dem Regen und der Pandemie zum Trotz:

Dächer unserer Schenke können jetzt endlich gemeinsam mit anderen margetshöchheimer Dächer im Regen und Wind musizieren.

Im Gebäude vor der Mainstraßenseite haben wir übrigens Original-Dachziegeln verwendet – ist es zu sehen?

und noch was Wichtiges: unsere Fenster dank Fa. Scheuring aus Arnstein wurden eingebaut.

Zwar ist Polen der größte Fensterbauer Europas, aber Franken können auch gute Fenster bauen 🙂

Dazu kriegt Ihr diese Woche mehr Bilder und skeptische Kommentare als Bonus …

Was tut sich drin?

Auch im Dachgeschoss hat sich was getan: die meisten Schrägen wurden gedämmt, auf manche Fächer Dampfsperre aufgezogen und langsam bauen wir Trennwände für die Gästezimmer im mainseitigen Gebäude.

Nächste Woche kommen Fenster – dann können wir Dämmarbeiten abschließen und mit der Beplankung (in Franken: „Beblankung“) der Schrägen anfangen.

Blaue Platten (Diamant von Knauf) wurden nicht wegen des Kneipencharakters des Hauses eingebaut – es geht um Brandschutz und Schallschutz, also um Sicherheit und Komfort unserer Gäste.

*

Unsere Trockenbauarbeiten beschäftigten uns total, dass wir die schönste Jahreszeit fast verpassten. Wie haben wir es geschafft? Kaum möglich: das saftig Grüne schleicht sich mit wilder Wonne, ohne Genehmigung und Pardon, durch die noch mit frischem Holz duftigen Gauben ein… Gott sei Dank kriegen wir endlich unsere Fenster und die Natur kann uns nicht mehr mit allen diesen Düften, Farben und Vogelgeschrei von der Arbeit ablenken!

Selbstverständlich haben unsere Dachdecker den coolsten Job der Welt: genießen die harmonische Frühlingssonne, bewundern atemberaubende Landschaften und beobachten andere Menschen von oben: so tut sich das Dachdecken fast von alleine. 😉

😊

Der Autor (bzw. Autoren) hat sich ein „Dankeschön“ verdient.

Marokkaner (Marogganer) Pappeln am Main:

Sorry, Leut…

Noch mal kurz zur unseren „Hebedrohne“ – es gibt keine.

Das Bild mit der Post vom 10. April 2021 ist eine Illusion: die Gaube wird mit einem Kran gehoben und dann ziehen die Zimmerer diese Gaube in die Öffnung, wo die hinsoll und befestigen die mit Schrauben. Es gibt keine „Hebedrohne“, nix Sensor, keine E-Werkplanung, kein Einspritzsystem – alles nur Fake oder eher ein Aprilscherz 😊

Baumaschinen sind sehr hilfreich, aber die meiste, schwere Arbeit machen immer noch Menschen, die sich Respekt verdient haben:

Auf dem Bild: die gemeinsamen Kräfte Zimmerei Geiger, Bauunternehmen Schmitt und Teddeco Raumausstattung. Wie man es sieht, sind die Zimmerer in der Bauhierarchie ganz oben und ziehen die meisten Damenblicke auf sich…

Alle Gauben sind schon da: so sieht`s aus:

Unsere Hebedrohne

So baut man heute: eine winzige Baustellendrohne hebt die tonnenschwere Gaube.

Die Drohne ist mit einem genial leistungsstarken Motor und gespeicherter E-Werkplanung des Architekturbüros Eckert & Heckelsmüller ausgestattet. Dieses Einbausystem (EBS nach DIN 18534-1) funktioniert mit sensibler Sensortechnik – vergleichbar mit der Einparkhilfe. Dank dieser Weltraumtechnologie wird die Gaube millimetergenau an die Stelle navigiert, wo die Planung sie vorgesehen hat. Das voreingebaute Einspritzsystem klebt die Gaube ein: ohne Nageln und Sägen; und ohne Beschwerden seitens Nachbarn, dass die Mittagsruhe nicht eingehalten wird.

So lassen sich auch endlich teure Bauhandwerker auf der Baustelle vermeiden…

Entschuldigung!  Das war ein in Verzug geratener Aprilscherz. Die Zimmerer der Fa. Geiger aus Veitshöchheim, die diesen wunderschönen Dachstuhl errichtet haben, sind auf unserer Baustelle immer ganz besonders gern gesehen !!!😊

Wieder ein Meilenstein

in der Geschichte des Bauens:

nach der Cheopspyramide, nach der Sixtinischen Kapelle und endlich nach der Abnahme vom Berliner Flughafen kommt Fa. Teddeco Raumausstattung zu ihrem letzten Bauauftrag: Trockenbau, Malen, Fliesen und Naturstein und alle Tätigkeiten, die Keiner tun möchte – alles für die margetshöchheimer Schenke.

Auf dem Bild die Avantgarde (von links): Michael, Tadeusz (Tadek) und Simon.

Pathetisch-selbstironisch? – war Absicht😊

Frohe Ostern, Leut !

Hauptsache

ein Dach über den Kopf. Gott sei Dank unsere netten Zimmerer sind wieder da. In ein Paar Wochen regnet`s nicht mehr rein.

Ein gutes Dach braucht aber nicht nur Zeit, sondern auch eine absolut klare Mimik und Gestik zur richtigen Kommunikation innerhalb der Truppe. Mehrere Studien haben nachgewiesen: um Verluste der Worte auf dem Wind auszugleichen, ist die Körpersprache notwendig😊

Frühlingshaftes Stillleben auf der Baustelle

Ich weiß, wer für die mittlere Flasche zuständig ist…

Menschen

Ihr habt schon diese Gesichter gesehen: Max und sein Vater Ruven aus dem Nachbardorf Erlabrunn. Die beiden sind der Kern der Maurertruppe – egal ob es schneit, schüttet oder die Sonne brennt – jeden Tag da. Es gibt Niemanden, der unsere Baustelle besser kennt.

Der Bauleiter Manuel (in der Mitte) mit seinem kritischen Blick zu Besuch. Links der Ruven und rechts der Mirko – Es basst scho !

Der Frühling ist da. Mit den ersten Schwalben wurden auch die ersten Zimmerer und Dachdecker beobachtet…😊

Zum Jahrestag

11 Februar 2015, also heute vor 6 Jahren: erste Begegnung mit dem Objekt Mainstraße 20 in Margetshöchheim, wo wir jetzt endlich unsere Schenke bauen (dürfen).

Die Zeit war wie ein Roman mit verletzten Helden, mit Stolz und Vorurteil, mit dramatischen Ereignissen im Gartendorf am Main… Vielleicht schreibt doch Jemand diesen Roman😊

Andererseits – wer liest noch heute Bücher…?

Eins muss man uns zugeben: wir sind stur und dank Eurer Unterstützung schaffen wir es! Oder?

Tja…

Entschuldigung, dass wir seit Tagen nichts geschrieben haben – wir können auch im Moment nicht schaffen …

Es dauern gerade Verhandlungen mit dem Wetterbeauftragten von Oben.

Jetzt müssen wir das aber klar sagen:

Liebster Petrus!

  1. Dauerregen ist nicht schön.
  2. Schnee ist eher fies.
  3. Sibirischer Frost ist Erpressung!

Pass bitte auf, weil Dein Chef hinter uns steht! Das sieht man auch auf dem Bild 😊

Der Kran hat sich bewegt

Seit heute früh wird wieder gebaut.

Besseres, gesundes Neues Jahr 2021!

Ich schulde noch eine Vorstellung – das habe ich vor ein paar Wochen versprochen. Wie ein sehr guter Freund von mir sagen würde: „Pacta sunt servanda“.

Ich habe eine schlechte Nachricht: Der künftige Wirt ist kein gebürtiger Franke und heißt Tadeusz Sienkiewicz. Freunde nennen mich entweder „Tadek“ oder „Thadeus“. Ich habe aber auch eine gute Nachricht: ich beabsichtige, den klassischen fränkischen Gastwirt an Freundlichkeit und Höflichkeit noch zu überbieten.😊

 Alle Sienkiewiczs kommen aus der Ecke zwischen Polen, Litauen und Weißrussland und unterhalten schon seit Jahrhunderten Beziehungen zu Deutschland.😊

Nach dem Abitur im weißrussischen Gymnasium in Polen, studierte ich Journalismus an der Warschauer Uni. Im Herbst 1988 kam ich als junger Student nach Würzburg, um bei der Weinlese beim Bürgerspital zu arbeiten. Die erste Nacht verbrachte ich unter der Löwenbrücke, aber dann nahm mich eine kinderreiche Margetshöchheimer Familie auf. Diese Familie wurde langsam zu unserer Familie, sodass sich meine Kinder wunderten, dass wir gar nicht verwandt sind…

Nach der Wende in Polen eröffneten meine Frau Ewa und ich einige Läden mit Keramik, Geschenkartikeln und Kunstgegenständen in Stettin und Westpommern. So gegen 2005 tauchte aber schon die Idee auf, ein Lokal mit fränkischem Wein und Bier in Stettin zu eröffnen. Alles war auf einem guten Weg, aber meine Frau überredete mich, nach Würzburg zu ziehen, statt irgendwelche Pseudotätigkeiten in Polen zu entfalten.

Ich war eher skeptisch, aber Frauen treffen meistens gute Entscheidungen. Vorsichtshalber studierte ich vor der Auswanderung noch Germanistik. Dank der erwähnten Margetshöchheimer Familie bin ich seit 2009 wieder in Franken. Ich fahre meistens durch die Gegend mit einem durch Fliesenkleber beschmierten T-Shirt und  Arbeitshose mit diskreten Löcher an den Knien; ich habe eine kleine Firma für Fliesenverlegen und Raumausstattung. Als Zivilist mit anständigem Hemd werde ich meistens nicht erkannt.

Seit 2015 sind wir mit dem Projekt „Gasthaus für Margetshöchheim“ beschäftigt. Es ist nicht einfach. Schon deshalb, weil für die echten Margetshöchheimer nur derjenige als genauso echter Margetshöchheimer zählt, dessen Familie im Gartendorf am Main mindestens seit Geltung des deutschen Reinheitsgebots lebt. Da wir aber eine Mission haben ein Wirtshaus für (ganz – und der Welt drumherum…) Margetshöchheim zu bauen und höhere Kräfte hinter uns stehen, werden wir nicht aufgeben.

Und keine Angst: Dafür, dass die Kruste am Schäufele passt, wird ein reinblütiger „frängischer“ Koch sorgen!

Frohes Fest!

Liebe Freunde,

vor dem Heiligen Abend 2020 wünschen wir Euch eine besinnliche und gesunde Weihnachtszeit. Herzlichen Dank für Eure Unterstützung!

Dasselbe wünschen wir auch denjenigen, die noch nicht zu unseren Freunden zählen. Da wir aber Euch haben, müssen wir uns einen neuen, ganz fremden, bestimmt viel schlimmeren Gegner nicht suchen😊

Danke für Eure Kritik und Euren Input!

Ich hoffe, wir treffen uns bald alle in unserer Schenke.

Frohes Fest!

Wie schaut`s aus?

Jetzt was Konkretes:

auf der Zeichnung ist das EG des Gasthauses mit Außenanlagen. Bestuhlung im Außenbereich fehlt noch, wie auch die genaue Planung für den Biergarten.

Wir hoffen, dass es zu erkennen ist, wo die wichtigsten Teile platziert sind.

Als Nachtisch – dank Fa. Lichtraum aus Würzburg – Visualisierung des Gastraumes am Main plus Eingangsbereich Schenke .

Wie sieht es aus? Wir brauchen Eure Meinung, auch wenn die kritisch ist. Danke.

dezentes Fluchen

Falls Eure Ohren laute und derbe Worte aus unserer Baustelle gehört haben, fallen wir auf die Knie und bitten um Verzeihung !

Wenn aber ein gelernter, gut erzogener, netter, zuverlässiger und sensibler Bauhandwerker sich auf den Weg macht, gegen die Etikette zu verstoßen, muss er dafür einen Grund haben:

Der Grundwasserspiegel auf dem Grundstück ist so hoch, dass das Einbauen vom Fettabscheider fast unmöglich machte. Deshalb nutzt ein Profi nicht nur sein know how, sondern auch dezentes Fluchen.

Wie man auf dem Bild sieht: der Fettabscheider sitzt, wackelt und hat Luft.

Es wirkt 😊

Es ist halt Winter…

Heute wieder Stillstand auf der Baustelle – wie immer unerwartet ist der Winter eingebrochen und macht erste Versuche, um die noch vor Kurzem bierfarbigen Weinberge zu weißeln…

Noch 23 Mal schlafen und dann ist Weihnachten:-)

Novembergedankenspiele

In dem Novemberdunkel, wenn im Kopf noch die Pestilenz knirscht, will man in die Zeiten reisen, wo die Welt noch einigermaßen in Ordnung war:

Im Kaukasus…


Zwischen dem Ararat und dem Prometheusberg im Norden erstreckt sich die älteste Weinkulturlandschaft der Erde. Dort findet man immer noch bei uns unbekannte Wege zum Wandern und versteckte kleine Orte mit kulinarischen Köstlichkeiten, um sie einfach nur zu genießen. Da kann endlich der Gaumen das Sonnengebrannte in den Tomaten erkennen und der Koriander sorgt für Herzklopfen im Hintergrund…


Dazu vom Schicksal und Geschichte gezeichnete Menschen mit ihrer ehrlichen, echten und spontanen Gastlichkeit.

Und diese atemberaubende Landschaften – manchmal doch einige Tage lang ohne Gasthaus – nur das eigene Zelt bietet Unterkunft.

Wenn dieses virale Elend mal endlich vorbei sein wird, holen wir Euch – hier im künftigen Wirtshaus – für ein paar Tage den Kaukasus nach „Marokko“.

Dann trifft unser Schäufele auf Chinkali. Zu den beiden passt fränkisches Bier absolut gut.

Bilder: von unserm Web-Admin und immer noch den besten Grillmeister zwischen dem Main und Alasani – Raoul

Gastraum

Wir haben den Raum mit 27 Sitzplätzen für Familienfeste und Tagungen vorgesehen; wahrscheinlich als Frühstücksraum für unsere Hotelgäste; vielleicht als ein kleines Kino…Was meint Ihr dazu? Die Mailadresse wirt@marokko-schenke.de funktioniert. Man kann auch auf unserer Facebookseite Marokko Schenke posten.Solange der Wirt nicht beleidigt wird, darf man alles schreiben!

Weinberge

Endlich erreichen unsere Weinberge der anderen Mainseite ihre Zielabtönung: sie schlagen durch die kahlen Novemberpappeln und schmücken schon fast weihnachtlich die grünen Tannen: Bernstein und Gold – perfekte Bierfarben

😉

Auf der Baustelle wird unser Gasthaus mit jedem Tag grösser.
Es scheint auch zu sein, dass Jemand unsere Arbeit gelobt hat. Auch diese Art der Kommunikation schätzen wir. Danke übrigens für Eure Mails und Telefonate. Eure Unterstützung ist uns absolut wichtig!

der goldene Oktober

In den Weinbergen wehrt sich noch tapfer der goldene Oktober. Im Wald da oben lauert schon der böse November und will am Donnerstag loslegen.Der letzte schöne Tag des Jahres…Auf unserer Baustelle aber keine Gnade: diese Woche wollen die Jungs mit dem Mauern richtig anfangen.Der Wirt hat sich aber heimlich in den dunklen, tiefen Spessart zurückgezogen, um Steinpilze für den Sauerkrauttopf zu holen😁

Bodenplatte

Ein neuer Tag am Main: von der gestrigen trüben Dekadenz ist nichts übrig geblieben. Es sind auch gleich Taten zu sehen: Jungs von Schmitt haben heute, mit viel Liebe, eine Bodenplatte für unsere bodenständige Küche betoniert🙂

Regen, Wind und Corona.

Heutige Stille auf der Baustelle: selbst der kleine Bagger versuchte, wie ein Kameleon, unter der Jungpappel sich zu verstecken – draußen herrscht Regen, Wind und Corona.

unsere Hotelzimmer

Erste inoffizielle Werbung für unsere Hotelzimmer: Blick aus dem Fenster auf den breiten, stillen Main😉.

Krach und Staub

Die Jungs von Schmitt stemmen, schlagen, brechen, machen Krach und Staub: des Herakles mehr als 12 laute Taten; und gleich hinter der zitternden Wand fließt der stille Main🙂.

Unser Bierkeller

Unser Bierkeller kriegt bald die Wände.

Inzwischen kommt langsam Herbst in die Weinberge (Blick aus einem Fenster, so wie es später Übernachtungsgäste auch sehen werden).

Getränkekeller

Langsam entsteht unser Getränkekeller, wo wir die besten Biere der Welt zapfen werden. Gleichzeitig haben Max und Michael den Sturz für die Ausschanktheke gesetzt. 😁

Die Baggerschaufel

Das alte Haus in der Mainstraße gibt es nicht mehr; die Giebelwand haben wir aber mit viel Aufwand gerettet. Neue Gaststube wird an die Original Wand angeschlossen.

Abbrucharbeiten schreiten voran…

Die Bauarbeiten am neuen Wirtshaus in Margetshöchheim schreiten in großen Schritten voran … erst mal das „grobe“…

hier die ersten Bilder der Baustelle…

Skizziert

Bildnachweis Skizze von Wirtshaus mit Umgebung: Robert Ganczarski